07.04.2011

LSVS zur geplanten Öffnung des Sportwettenmarktes

Eine Erklärung des LSVS - Präsident Gerd Meyer und Vizepräsident Kurt Bohr - zur geplanten Öffnung des Sportwettenmarktes:


Der Landesportverband für das Saarland (LSVS) bedauert, dass die Ministerpräsidenten das Sportwettenmonopol aufheben wollen. Der LSVS begrüßt aber, so Präsident Gerd Meyer und Vizepräsident Kurt Bohr, die uneingeschränkte Erhaltung des Lotteriemonopols und den erklärten Willen der Ministerpräsidenten, ein Glücksspielsystem zu schaffen, das der Suchtprävention Rechnung trägt und offenbar von dem Willen getragen ist, dem Anliegen der bisherigen Destinatäre aus Sport, Kultur, Umwelt und Soziales gerecht zu werden. Der LSVS hofft, dass dieses Modell rechtlich Bestand haben wird.

Ebenso wichtig ist es, dass es klare Bedingungen zur Begrenzung der Sport-wettenangebote und der Werbung geben soll. Der Saarsport begrüßt auch, dass für die Sportwetten eine Konzessionsabgabe von 16,66 Prozent vorgesehen ist. Es muss aber sichergestellt werden, dass die Abgaben in dieser Höhe auch tatsächlich entrichtet werden und illegale Angebote von Sportwetten und Lotterien rechtlich und tatsächlich wirkungsvoll unterbunden werden. Das kann am besten erreicht werden durch ein strafbewährtes Verbot für Kreditinstitute, Spieleinsätze und Gewinne illegaler Anbieter zu transferieren.

Der LSVS erwartet, dass der gemeinnützige Sport auch an der Konzessionsabgabe von Sportwetten angemessen beteiligt wird.
Vor dem Hintergrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom September 2010 hält der Landessportverband für das Saarland eine wirkungsvolle Eindämmung der unverantwortlich hohen Zahl von Spielhallen und Automaten für zwingend gebo¬ten. Nur so kann ein sogenanntes kohärentes Glücksspielsystem geschaffen werden.


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