26.11.2017

Turnier der Meister in Cottbus: Seitz holt Titel am Stufenbarren

Am ersten Finaltag (25.11.) beim Turnier der Meister in Cottbus sicherte sich Elisabeth Seitz den Titel am Stufenbarren. Pauline Schäfer turnt heute im Balken- und Bodenfinale.


Elisabeth Seitz jubelt; Foto: Minkusimages

In der ausverkauften Lausitz Arena glänzte die Stuttgarterin mit 14,900 Punkten und einer fehlerfreien Darbietung. Es war nach 2012 der zweite Titelgewinn für die 24-Jährige. „Ich bin sehr happy. Die Quali lief mit Platz eins bereits sehr gut. Dass ich im Finale das Ganze noch mal bestätigen konnte, macht mich sehr froh und ist guter Abschluss für das gelungene Wettkampfjahr“, sagte Seitz, die die Chinesin Lyu knapp auf den zweiten Platz (14,866 Pkt.) verwies.

An den Ringen lieferte Marcel Nguyen ebenfalls eine tadellose Leistung ab. Der Münchner erzielte 14,500 Punkte und wurde damit Vierter. "Es war eine gute Übung, es fehlen ein wenig die Schwierigkeiten, aber daran werden wir arbeiten", sagte Nguyens Heimcoach Valeri Belenki. Sehr achtbar schlug sich Michelle Timm, die am Sprungtisch beim elften Titelgewinn von Oksana Chusovitina einen guten vierten Platz errang. An den weiteren Geräten siegten Rok Klavora Boden Männer (SLO), Wan Junwen (CHN) Pauschenpferd, Igor Radivilov (UKR).

Cottbus: Elf Finals für DTB-Athleten

Nach dem die deutschen Athleten beim Turnier der Meister am ersten Qualifikationstag (24.11.) bereits vier Finals erbeutet hatten, kamen einen Tag später sieben weitere hinzu. Vor allem Marcel Nguyen am Barren und Pauline Schäfer an Boden und Balken glänzten mit hohen Werten und gehen mit Ambitionen in die Finalkämpfe. Der 30-jährige Nguyen turnte zwischen den Holmen eine bärenstarke Übung samt Tsukahara-Abgang. 15,200 Punkte waren der verdiente Lohn und die zweithöchste Wertung noch vor dem Olympiasieger Oleg Verniaiev (14,966 Pkt.),aber hinter dem Chinesen Tan Di (15,333 Pkt.). Auch Ivan Rittschik schaffte hier den Sprung unter die ersten Acht. Marcel Nguyen beim Turnier der Meister am Barren"Wir haben gute Übungen gesehen und sind mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Insofern war es ein recht optimaler Tag", erklärte Männer-Cheftrainer Andreas Hirsch.

Am Boden zeigte Pauline Schäfer neue Elemente in ihrer ausdrucksstarken und mit 13,200 Punkten bewerteten Übung. Rang zwei für die Sportsoldatin, die vor bei der Vierfach-Schraube sogar noch Reserven zeigte. Knapp hinter ihr platzierte sich Teamkollegin Elisabeth Seitz. Die Stuttgarterin zeigte eine blitzsaubere Übung auf der Fläche und landete mit 13,200 Punkten auf Quali-Rang vier.

Das mit Spannung erwartete Duell am Schwebebalken zwischen der Olympiasiegerin Sanne Wevers aus den Niederlanden und der Weltmeisterin Pauline Schäfer entschied die Russin Kharenkova (14,250 Pkt.) für sich. Schäfer landete mit 13,600 Punkten auf Rang vier, Wevers wurde mit 13,700 Zweite.

Eine gute Leistung zeigte Felix Remuta am Sprungtisch. Der junge Unterhachinger zeigte zwei hochwertige Sätze und landete mit 14,366 Zählern auf Rang sechs. Am Reck präsentierte sich Andreas Bretschneider mit einer sehr sauberen, auf Sicherheit bedachten Übung und Rang drei (14,200 Pkt.). Teamkollege Andreas Toba erzielte 12,966 Punkte, verpasste jedoch knapp das Finale.

Rückblick: 1. Tag - Eli am Stufenbarren vorne

Bereits nach dem ersten Tag stand Elisabeth Seitz als Favoritin am Stufenbarren fest. Die 24-jährige Stuttgarterin führte am Donnerstag das Starterfeld mit 14,750 Punkten vor den beiden Chinesinnen Lyu Jiaqi (14,700) und Wang Cenyu (14,450) an.

Ebenfalls in ein Finale zog die Berlinerin Michelle Timm ein, die sich als Fünfte am Sprung für den Endkampf qualifizierte. Als Achtzehnte am Stufenbarren verpasste sie den Einzug. Als Zweitbester Turner an den Ringen kann auch der Stuttgarter Marcel Nguyen (14,700) auf einen Podestplatz in der Lausitz Arena hoffen. Denn besser als der Doppel-Olympiasieger von London 2012 kam mit 15,033 Punkten nur der Chinese Kei Peng aus dem Vorkampf. Als Achter an den Ringen ist auch der Olympia-Held Andreas Toba (Hannover) noch einmal mit dabei.

Ein Rekord der besonderen Art zeichnete sich in der Qualifikation am Sprung ab. Dort hat die 42 Jahre alte Usbekin Oksana Chusovitina die Chance, bei ihrer 18. Turnierteilnahme in Cottbus als älteste Medaillengewinnerin in die Turniergeschichte einzugehen. Knapp verpasst hat als Neunter Felix Remuta das Bodenfinale. Lukas Herrmann konnte blieb auf Platz 23 ohne Chance. Auch am Pauschenpferd lief es für die deutschen Turner nicht Rund. Ivan Rittschik (15.) und Toba (19.) konnten den deutschen Pauschenpferd-Fluch nicht besiegen.

Der weitere Zeitplan

Sonntag, 26.11.17, 14:00 Uhr

Männer: Sprung, Barren, Reck

Frauen: Schwebebalken, Boden

Alle weitern Infos unter www.turnier-der-meister.de   


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